Zum Sprücheklopfer

Seit ein paar Jahren schreibe ich auf, was mir so in den Kopf kommt oder was so an Sätzen und Gegebenheiten „auf der Straße herumliegt“.

Angeregt wurde ich auch durch die Wiederbegegnung und Neuentdeckung von Poeten und Lyrikern des beginnenden 20. Jahrhunderts. Joachim Ringelnatz hat mich „angenatzt“ – ohne mich je mit ihm vergleichen zu wollen. Das gleiche gilt für Mascha Kalèko, Kurt Tucholski und Erich Kästner und einige andere aus dieser Zeit.

Daneben interessieren mich englisch- oder französischsprachige Lied-, Chanson- und Songtexte – und auch einmal etwas aus dem Portugiesischen -, die ich so wie ich sie verstehe in eine entsprechende deutsche Form bringe.

Ich greife hier die Aussage von Manfred Maurenbrecher auf, der bei einem Konzert sagte: „Reimen ist besser als denken“ – denn die Suche nach dem passenden Reimwort biete einen Anker, der helfe, sich aus den manchmal dunklen Sackgassen des Denkens herauszuziehen. Will aber nicht heißen, dass das Denken und Nach-Denken damit obsolet wäre. Ganz im Gegenteil! Die Aufforderung „Denk mal – lies‘ mal – schreib‘ mal – hör‘ mal – rede darüber“ ist existenziell für unser Dasein. Das treibt uns, über unser tägliches „Werkeln“ und Machen nachzudenken und dann handelnd voranzukommen.

Einige kennen die gedruckten Ausgaben des SPRÜCHEKLOPFERS. Aus diesen Heften habe ich Texte auf diese Seite gestellt und durch neuere Texte ergänzt.

Siegbert Schwab