Liebe ist, mag sein…

20171026_163553Liebe ist Sehnsucht,
Nach einem Leben, das man teilt,
mit einem Menschen, der versteht,
was man selber meint.

Liebe ist die Suche
nach einem Gefühl, das man spürt,
mit einem Menschen, der erfühlt,
wie man selber fühlt.

Liebe ist ein Moment,
in dem man den freudig erkennt,
der dich bei dem Gefühl ertappt,
was du in dir hast.

Die Augenblicke,
endlos aneinandergereiht
wie die Perlen einer Kette,
die nicht mehr zerreißt.

Liebe ist der Versuch
einen Weg zu erkunden,
den der andere mit dir geht
den du hast gefunden.

Geteiltes Erwarten
der Ernte im Rosengarten
mit einem Menschen, der versteht,
wie es einem geht.

Liebe ist Hoffnung
erstrebend das geteilte Ziel
achtsam sein, im ungleichen Schritt
damit der andre kommt mit.

Gemeinsam zu sein
gehört wie die Blume zum Wein.
Ist das Gefängnis, das befreit;
Freiheit in Gebundenheit.

Liebe ist der Weg,
den man gemeinsam weiter geht
im Vertrauen auf diese Hand
die sich in deine legt.

Sie ist Pachtvertrag
eine Übereinkunft, die lohnt,
für alle, die sind‘s so gewohnt,
so wie man es mag.

Liebe ist Legende
die Erzählung, die jeder kennt,
die das Leben in Geschichten brennt
verständlich am Ende.

Ist wahr, Sensation
ist das, was uns tief verbindet.
Im Austausch wird sie zur Fiktion
die man  in Worten findet.

Liebe ist Sehnsucht,
Nach einem Leben, das man teilt,
mit einem Menschen, der versteht,
was man selber meint.

Liebe ist die Suche
nach einem Gefühl, das man spürt,
mit einem Menschen, der erfühlt,
wie man selber fühlt.

Liebe ist ein Moment,
in dem man den freudig erkennt,
der dich bei dem Gefühl ertappt,
was du in dir hast.

Die Augenblicke,
endlos aneinandergereiht
wie die Perlen einer Kette,
die nicht mehr zerreißt.

Liebe ist der Versuch
einen Weg zu erkunden,
den der andere mit dir geht
den du hast gefunden.

Geteiltes Erwarten
der Ernte im Rosengarten
mit einem Menschen, der versteht,
wie es einem geht.

Liebe ist Hoffnung
erstrebend das geteilte Ziel
achtsam sein, im ungleichen Schritt
damit der andre kommt mit.

Gemeinsam zu sein
gehört wie die Blume zum Wein.
Ist das Gefängnis, das befreit;
Freiheit in Gebundenheit.

Liebe ist der Weg,
den man gemeinsam weiter geht
im Vertrauen auf diese Hand
die sich in deine legt.

Sie ist Pachtvertrag
eine Übereinkunft, die lohnt,
für alle, die sind‘s so gewohnt,
so wie man es mag.

Liebe ist Legende
die Erzählung, die jeder kennt,
die das Leben in Geschichten brennt
verständlich am Ende.

Ist wahr, Sensation
ist das, was uns tief verbindet.
Im Austausch wird sie zur Fiktion
die man  in Worten findet.

(Siegbert Schwab)

 

Männer mit Bart

Erotik

Erotik oder nicht,
der Bart beim Manne
wächst einfach im Gesicht.
Wird er nicht rasiert und nicht gestutzt
– dann bleibt er als des Mannes Putz.
Putzen tun sich Frauen auch,
doch ist der Bart hier selten in Gebrauch.
Ob der Bart denn Mann so wirklich macht,
ziehen wir nun gar nicht in Betracht.
Erotik ist was gegenseitig zieht
– mit und ohne Bart –
entscheidet das Gemüt.
16/08

MIRROR STRINGS

Wenn die 4 MusikerInnen auftreten, dann sind sie spiegelbildlich angeorndet: in der Mitte die zwei Celli (PHILLIP WENTRUP, SAMUEL SELLE) und und rechts links die Gitarren ( JOHANN JACOB NISSEN und LUISA MARIE REICHELT).
Eine einmalige Quartett-Formation mit 20 Saiten, die alles aus den Instrumenten herausholt und auch so, dass kein Instrument im gemeinsamen Klang zurücktritt.

Grieg, Brahms, Piazolla werden gekonnt neu orchestriert – aber auch spziell für sie diese Formation geschriebene Stücke  (Tristan Köster, Shadi Kassaee, Tilman Hübner) springen in die Ohren und erzeugene eine feine Resonanz.

Hier eine Interpretation von „You never walk allone“

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Eine Jazz-Geschichte

Seit Jahren, zwanzig sollen es sein, treffen sich vier Musiker jeden Donnerstag im Schlagzeugstudio von Georg von Kügelgen in Kiel. Den Tee, den er für seine Bandkollegen vorbereitet, trinken Stephan Sheja, der aus Brux am Westenssee kommt, Christian Wolff aus Neumünster und Peter Goden aus Aukrug. Sie proben an Stücken, die Peter immer wieder neu mitbringt.

Seit Jahren, zwanzig sollen es sein, treffen sich vier Musiker jeden Donnerstag im Schlagzeugstudio von Georg von Kügelgen in Kiel. Den Tee, den er für seine Bandkollegen vorbereitet, trinken Stephan Sheja, der aus Brux am Westenssee kommt, Christian Wolff aus Neumünster und Peter Goden aus Aukrug. Sie proben an Stücken, die Peter immer wieder neu mitbringt. An die Hundert sollen es inzwischen sein. Peter stellt damit immer wieder Herausforderungen an Stephan mit seinem Piano, Christian am Bass (der ihn inzwischen genauso mag wie die Gitarre) und Georg ist eh in seinem Element am Schlagzeug.  Kein Wunder, wenn so mancher Tee kalt wurde und neu aufgesetzt werden musste.

Spielen sie eigentlich auch Standards, wäre fast müßig zu fragen. Ginge auch, ist abr nicht nötig. Peter Godens Kreativität in der Komposition scheint unerschöpflich. Somit ist bei jedem Konzert immer mal wieder etwas Neues dabei oder Altes, das neu zu Gehör gebracht wird. Jedes Konzert der vier von JAZZ ORANGE wird ein neuer Reigen von bildhaften und ausdrucksstarken Stücken, ein musikalisches Kaleidoskop. Eine Variété von Szenen, Bildern und Geschichten, in denen Gefühle und Stimmungen lebendig werden. Man hört den Bass tanzen, fühlt das Unbehagen und die Schwierigkeiten, das mancher mit dem Dreivierteltakt beim Walzer hat, fühlt die Stimmung beim Spaziergang zu zweit, bei dem keiner ins Leere greift, sitzt am Strand und und genießt in der Morgendämmerung, wie die Sonne am Horizont ihr Erscheinen ankündigt und am Ufer des Flusses, der an einem vorbeiströmt.  Oder man ist endlich wieder unterwegs und reist durch die Welt.

Mann kann auch nachvollziehen, wenn nach der konzentrierten Abgeschlossenheit einer (Bach-)Probe, die Musiker wieder in das „Wilde Leben“ der Holtenauer Straße treten. Und als notwendiger Abschluss: „Colored Snow“, bei dem  immer wieder der Tangotakt durchbricht.

So erlebt mit JAZZ ORANGE im KDW Neumünster

Swa 18/11

Meine Meinung

Achtung!Alle meinen zu meinen , überlegt ist es oft nicht.
Man hat irgendwoher seine Meinung oder bekommt sie bewusstlos ins Hirn gesetzt. Nun ist man wer, weil man die eigene Meinung schätzt.

Man meint wunderbar streiten zu können, erhebt sich über Andersmeinende, lernt den anderen die Meinung zu verbieten und sie über den Löffel zu balbieren. Im Streit der Meinungen ist erlaubt, was den der eigenen Meinung frommt. Man befasst sich nicht mit anderen Meinungen – die wollen das doch selber nicht! Man feindet sich an, wie es kommt.

Jeder hat doch wohl das Recht auf eine eigene Meinung
– wäre ja noch mal schöner, wenn nicht! Oder?

Stimmt mal wieder, wenn auch nur zum Teil. Denn so gemeint, braucht man keine Argumente und Fakten. Stets billig gefüttert durch die Meinungsmacher. Sie formulieren, was man fühlt, glaubt, dass sie richtig liegen und folgt ihrem Stern. Glaubt dass sie alles schön richten, denn selber plagt man sich nicht gern.

Hirn und Verstand werden Nebensache – zum intellektuellen Tand. Es reicht das Kleinhirn und etwas drum rum – unterentwickelt und untrainiert. Hirnarbeit machen die anderen, man denkt was man muss und pariert.

Mit dem Hirn in der Birne, das man nicht selber füttert. Nicht Fakten und die Realität  selbst erfasst und überlegt, kein eigenes Bewusstsein, kein Menschenverstand. Ein glaubens- und meinungsgeführter Zombie handelt skrupellos und ohne Bedacht.

Wohin der Weg der Zombies führt, könnte man leicht erkennen, hat man schon zigmal gesehen. Einen Blick in die Geschichte lohnte, würde man sie nicht verdrehen.

Rennt doch Erdogan, Trump, Orban, Kurz und Strache, Macron, Bolsonaro, den Gaulands und Höckes hinterher, folgt ihrer simplen Polemik, dann seid ihr wieder wer. Fühlt euch meinungsmäßig aufgepeppt. Verschließt die Hirne vor dem, was dahintersteckt.
Wenn ihr sie zu Führern erwählt, sie umjubelt und sie bestätigt in ihrem Bild, dann machen sei weiter und gebärden sich wild.
Dumm nur, für eure Blödheit wird am Ende die Rechnung gestellt, die für alle gilt.

Siegbert Schwab 18/11

 

Schimpfen reicht nicht…

Schimpfen über Post und Bahn.
Ist gern gepflegte Aufregerei.
Kostet nichts, man macht es nebenbei.
Das ist ja alles Wahn.
Sinn hat das alles nicht.
Ist nicht auf ein Ziel gericht‘.

Die Wut, sie lässt er raus –
Alles ist ein Graus.
„Ja genau – das ist unverschämt!
Das sag ich ganz unverbrämt.“
Er will nach Haus, oder davon weg.
Alles stellt sich ihm entgegen!
Der arme Kerl fühlt sich im Dreck;
Was macht MAN nur dagegen?

Der Geschrei ist nicht wirklich adressiert.
WER soll handeln, dass WAS passiert?
Ist die Groko an Allem schuld?
Oder ist es doch das Wetter?
Sollt er haben mehr Geduld,
Dann würd‘ vielleicht so manches netter?

Als wär nichts anderes wichtiger
in dieser Welt, als SEIN Transport.
Ist beleidigt, persönlich angegriffen.
Schimpft und andere reden ihm das Wort.
So können alle schön die Luft ablassen.
Kommt Änderung? – Da muss er passen.

Ich wünsch mir anderes, das zählt im Leben.
Dass die Basis stimmt für alle,
Dafür muss der Staat was geben.
Dafür muss er raus aus der Nichtstunfalle.
Gute Bahn, Verkehr und Bildungswesen
Ist Voraussetzung – brauchen alle.

Was spräche denn dagegen,
Statt über wenig Geld zu klagen,
Beim Staat was in die Kasse käme,
Wir uns an das Geld dort wagen,
Wo die Kohle wird als Kapital gesammelt,
Eingesetzt, damit nicht die Infrastruktur vergammelt.

Entspannen würden sich die Vorurteile,
Dass es einem besser ginge,
Wenn Übel nur die Anderen ereile,
Mitmenschen man zum Nachteil zwinge.
Für gute Bildung und die Straßen gäb es Geld.
Und dafür, dass die Bahn auch pünktlich hält.

Siegbert Schwab 18/10

Ornithologie

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Der Spatz am Tisch

Tschilpen, flattern, hüpfen um den Tisch.
Braungescheckt und schwarzgefleckt mit Hopserlandung an der Kante.
Schwarzmatter Kegelschnabel, dunkle Perlenaugen
sondieren Krümel ungeniert.
Dürre Beine, feine Krallen klammern fest am Rand.
Ruckend, suchend dreht der Kopf und steht nie still.
Windgepluster in den Nackenfedern,
Flügelflatternd unterstützte Hüpfer.
Krümel liegen pickbereit.
Noch ist Vorsicht angezeigt!
Rückversichernd ruckt der Kopf – Augen blicken je zur Seite.
Neue Hüpfer vor und auch zurück.
Flatterflug zum Krümel, schräg tapsig nähern, schneller Pick!
– das ist des Spatzen Trick!
(…mutig frech macht er ‚nen „Satz“ und der Krümel ist im Spatz!)

2016