Der Frühling der Dichter

Was wir alles lügen müssen, dass die Dinge lügen.
Wir erfinden um mit Rosen zu betrügen…
Im Laufe eines Morgens, gar im Laufe einer Nacht

Der Frühling der Dichter

Schöne Frühlingstage habe ich im Winter zugebracht
All das Vulgäre war vollkommen weggeblasen.
Ich haucht‘ in meine Hände, auf Hintern und auf Nasen,
Keine Kumpels haben ihre Lieder dargebracht.

Der Frühling ist gekommen, im Knast ein Aufbegehren
Der Frühling mit den hundsgemeinen Düften,
Weckte mein Erstaunen, wird mir Wunderschönes lüften
Jetzt ist Zeit die Waffe in die Hand zu nehmen.

Die Frühlingszeit der Dichter ist nun überm Land
Noch ein bisschen Winter, dann kehrt er wieder.
Ein bisschen Sommer und auch Herbst und neue Lieder.
Für die Kühle haben wir die Mützen in der Hand.

Es machen alle Picknick draußen im Distrikt.
Im Grünen unverblümt wir den Geschichten glauben
Fühlen wie es ist wenn Gitarren uns das Leben rauben,
Wenn der spanische Tod vom Flamenco wird geschickt.

Was wir an Wünschen in der Langeweile brauchen.
Was wir alles lügen müssen, dass die Dinge lügen.
Wir erfinden um mit Rosen zu betrügen
Im Laufe eines Morgens, gar im Laufe einer Nacht

April, den lass ich niemals tief ins Herz hinein
Diesen ew‘gen Winter, der wie eine Trommel schlägt
Seit meiner Jungend tief in mich hineingeprägt
Er beschloss zu gehen, will ganz wo anders sein!

Nach Léo Ferré, Le printemps des poètes – Siegbert Schwab 21/04

Autor: schwabsw

... das erfahrt ihr schon noch!

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