Von Gröbming nach Gößl zu Benjamin Schmid und Diknu Schneeberger – das passte!

Das Benjamin Schmidt Jazz Quartett swingte und jazzte im Gasthof Veith in Gößl. Für das Konzert, mit dem der Geigenvirtuose Benjamin Schmid seinen 50. Geburtstag feierte, waren Diknu Schneeberger (git.), sein Vater Joschi (bass) und Martin Spitzer (git.) angereist. Der passionierte Beethoven-Fan und Dirigent Karolos Trikolidis hatte dieses Konzert in das Bad Ausseer „Beethoven-Plus-Festival“ eingebaut.
Bei vollem Saal und aufmerksam-enthusiastischem Publikum brillierte Benjamin Schmidt mit der Geige in den von ihm arrangierten Swing-Manouche-Klassikern, die er mit klassischen „Intros“ und Ausklängen kombinierte. Eine Bach Prelude wurde übergeleitet in ‚Lulu’s Song‘ und die Geige schmiegte sich um Diknu Schneebergers virtuoses Gitarrenspiel, Joschis tragend melodiösem Bass und Martin Spitzers treibende Rhythmusgitarre. ‚Night and Day‘ wurde sowohl von Diknus als Schmids Improvisationen und Zusammenspiel zu einem Highlight im ersten Set, neben dem ebenso brillant arrangierten und gespielten ‚Troublant Bolero‘ von Django Reinhard.
Die ‚Gulda Ouverture‘, arrangiert für das Jazz-Quartett, wurde dann zum eigenen Klangerlebnis. Getragen von der Geige, Joschis Bass-Akzenten und nun auch Martin Spitzers Jazz-Gitarre als melodietragendem Instrument. In gleicher Weise galt dies auch für das Arrangement von ‚Freedom Jazz Dance‘.

Joschi Schneebergers gefühlvoller Titel ‚Servas Karl’ reihte sich in Djangos ‚Nuages‘ und ‚Minor Swing‘. Alle Titel neu gehört uns schön für das Quartett „angepasst“ und zu neuem Leben gebracht.
Fritz Kreislers Geigen-Präludium wurde zur wirklichen Überraschung. Es wurde „aufgekreislert“, indem alle Musiker im Zusammenspiel und einzeln melodiös zum Tragen kamen. Hier zeigte auch Martin Spitzer erneut, welch ein Saitenkünstler er an der Jazz-Gitarre ist.

Die frenetisch verlangte Zugabe war die Serenade ‚For Wesley‘. Ein gefühlvolles Ende eines mitreißenden Konzerts in Gösl am Grundlsee. Dieses Mal schwammen wir nicht in den klaren Fluten des Sees, sondern schwelgten in einer eindrucksvollen Klangflut.

Danke auch an die schönen Gespräche mit den Musikern und mit dem inspirierenden Karolos Trikolidis, von den Musikfreunden Inneres Salzkammergut.

Siegbert Schwab

 

Autor: schwabsw

... das erfahrt ihr schon noch!

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